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MEC 2011 für DI Patrick Hölzl

[18.11.2011] Der Mechatronik-Preis MEC 2011 in der Kategorie „Beste Diplom/Masterarbeit an österreichischen Universitäten sowie der Scientific Community des ACCM“ ging gestern an DI Patrick Hölzl, Mitarbeiter des ACCM und am Institut für Elektrische Messtechnik. Hölzl beschäftigte sich in seiner Diplomarbeit mit dem Einsatz von digitaler Bildverarbeitung bei der Qualitätssicherung der Wicklung von Stahlblech-Coils.

Viele Industriezweige wären heute ohne den Einsatz von gewalzten Blechen undenkbar. Das Blech, das 0,5 bis 3 mm stark ist, wird nach seiner Herstellung zu Rollen – in der Industrie „Coils“ genannt -, aufgewickelt, um es besser transportieren und handhaben zu können. Durch Fehler im Aufwickelprozess oder durch unsachgemäßen Transport können sich einzelne Blechlagen zueinander verschieben. Wenn diese Verschiebung einen bestimmten Wert überschreitet, steigt das Risiko einer Beschädigung der Coils, mitunter hoher Materialausschuss ist die Folge.

In seiner Diplomarbeit „Industrieller Einsatz von Methoden der digitalen Bildverarbeitung und Nahbereichsphotogrammetrie zur Qualitätssicherung von Stahlcoils“ entwickelte Hölzl ein berührungsloses Messsystem, mit dem Verschiebungen der Windungen von weniger als einem Millimeter festgestellt werden können. Durch eine Laserlinie, die schräg auf die Stirnseite der Coils projiziert und von einer Digitalkamera erfasst wird, kann das Höhenprofil des Coils berechnet und so die Verschiebung der einzelnen Windungslagen dargestellt werden. Bei unzulässig hohen Werten schlägt das System Alarm.

Hölzl wurde für seine Entwicklungen für ein paper, in dem er eine ähnlich gelagerte Aufgabenstellung bearbeitete, - „Steel Coil, Straps and Packaging Recognition under Natural Illumination“ - bereits 2009 der „NRW Young Scientist Award“ verliehen. Dieser Award wurde ihm am 20. November 2009 in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf verliehen.